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300908: Tod und Emotionen (1) ...

Beim Schreiben des ersten Textes des "Tagebuchs ..." vom 240908 wurde mir erneut etwas überdeutlich bewusst und zwar, dass aufgrund der skrupellosen "Behandlung" der Daten-Dealer zunächst u. a. eines langsam abstirbt: Die Emotionen.

Deren "Behandlung" wirkt wie ein schleichendes Gift, das nach und nach umfassender lähmt. Auch so verliert man dann immer mehr und mehr von dem, was die Existenz eines Menschen im Ganzen mit ausmacht.

Das zeigt sich etwa daran, dass mich die arrogante Ignoranz - allein schon zur "Sache" - der Versicherungsbranche auf meine Mail-Aktionen kaum noch bewegte. Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte mich eine solche die Nerven fast völlig verlieren lassen. Angesichts dessen, was auf dem "Spiel" steht, auch leicht nachvollziehbar.

Aber irgendwann realisiert man eben das Vorhandensein dieses schier unvorstellbaren Ausmasses an Menschenverachtung. Dies wäre immer noch ein ausgesprochen guter Grund dafür, dass einen jedesmal die kalte Wut packt, jedoch, die Kräfte und die Emotionen gehen nach und nach dahin ...

Aufmerksame und sensible Leser werden andererseits jedoch bemerkt haben, dass mir das Schreiben über das eigene biologische Ende bzw. die Umstände in diesem Zusammenhang ziemlich nahegingen und die mich dabei übermannenden Emotionen zu kurzen Aussagen und zu einem relativ jähen Abschluss zwangen. Ich werde jedoch (später, in weiteren Beiträgen in dieser Rubrik) sicher noch die passenden Worte dazu finden. Das Gift wirkt unaufhaltsam ...

In gewisser Weise könnte man es "schizophren" nennen, denn das Verhalten auch in anderen Konzernen führt ja letztlich zu nichts anderem, - als genau wie in meinem Fall – zu gröbst rechtswidrig – insgesamt massenhaft – verletzten Grundrechten und zu geschädigten oder gar vernichteten Existenzen. Aber was ist in diesen Zeiten, im allgemeinen und im speziellen, schon noch "normal" ?

Trotz allem hatte ich wohl, entgegen aller aus Erfahrungen resultierenden Wahrscheinlichkeit, noch einen Rest an Hoffnung, in der Branche doch wenigstens vereinzelte Verbündete zu finden, auch wenn nach der Entlarvung, dass das Verfahren des fast ausnahmslos verwendeten Share-Deals grundsätzlich ungeeignet (siehe dazu die ersten, unten angehängten Erläuterungen beim Bund der Versicherten sowie den ersten Beitrag des Tagebuchs vom 240908) ist und zwingend zu Millionen von Menschenrechtsverletzungen etc. führte und führt, dort die Motivation, aufgrund der deshalb vielen nichtigen Datentransaktionen, dazu sehr gelitten haben dürfte.

Dennoch, die Informationen in meinen Mails sind ja auch für die (danach wohl sicher wenigen) Konzerne, die in den letzten Jahrzehnten keine nichtigen Daten-Deals tätigten, überaus interessant. Schlicht deshalb, weil die Entlarvung zu einem massiven Glaubwürdigkeits- und Vertrauensverlust führt, der die ganze Branche befällt und eben, was die kriminelle Energie und die skrupellose Verachtung des Rechts sowie der Existenzen von Menschen betrifft, in mancherlei Hinsicht selbst die aktuelle Finanzkrise in den Schatten stellt.

Dabei sei einmal angenommen, dass für diese sehr wenigen Konzerne, die in der Vergangenheit keine nichtigen Daten-Deals abgeschlossen haben, meine Informationen neu waren. Ansonsten jedoch müssen die Dealer Bescheid wissen und sie tun es. Warum das so ist, ist an verschiedenen Stellen auf der Homepage schon erläutert worden. Bereits in der "Scheinwelt" wurde eine erste ausführlichere Antwort darauf gegeben.

Daher ist die am 240908 erwähnte, auf die Mail-Aktion erhaltene eine Antwort des Vorstandes auch hier bemerkenswert: Er stellte sich mehrfach grotesk unwissend, obwohl die Informationen geradezu auf dem Silbertablett serviert wurden und beileibe nicht schwer zu verstehen sind. Vor allem nicht für einen Vorstand, dessen Unternehmen zudem offenkundig schon Share-Deals hinter sich hat. Von der Kenntnis seiner hochqualifizierten ehrenwerten Berater (etwa ("Star"-) Anwälte und Wirtschaftsprüfer), die derselben (!) Schweigepflicht unterliegen, gar nicht erst zu reden.

Da es etwas skurriles hat, in dem Zusammenhang das Wissen betreffend, noch ein paar Worte zu der am 240908 angesprochenen Methode der Versiegelung der Akten, die vor allem beim Verkauf von Arztpraxen angewandt wird (und dort in aller Regel bei Asset-Deals; wohlgemerkt ist sie nur bei denen grundsätzlich ein möglicher und gangbarer Weg zur Vermeidung einer Strafbarkeit nach § 203 StGB). Das zeigt desweiteren, dass selbst bei diesen, vom Umfang her viel kleineren (Praxis-) Verkäufen, bei denen üblicherweise z. B. nicht auf Transaktionen spezialisierte Anwälte mitwirken, die Schweigepflicht als die entscheidende Grundlage der Berufstätigkeit selbstverständlich bekannt ist.

Aber zig Vorstände und Aufsichtsräte grosser Konzerne sowie zusätzlich auch die damit befassten versammelten Stars der Anwaltszunft etc. sollen das jahrzehntelang nicht gewusst haben ? Einen solch gigantischen Dilettantismus vermag man nicht zu glauben, nicht einmal nach der Finanzkrise. Was zu dieser u. a. direkt vergleichbar ist, dass da wie hie unsäglich kleingeredet, geleugnet oder gelogen und getäuscht wird, bis zum bitteren Ende, solange bis es überhaupt nicht mehr anders geht.

Wie die eine Antwort des Vorstandes auf meine Mail abermals zeigt, geht man offenbar immer noch davon aus, hofft es wohl zumindest, die "Sache" doch irgendwie Aussitzen zu können. Für mich ein weiteres Zeichen von Dilettantismus. Sie wissen, dass es im Internet zu lesen ist und unabhängig von meiner Person bzw. von meinen zukünftigen Veröffentlichungen, wird das Grundsätzliche nicht mehr verloren gehen: Sie sollten eigentlich wissen, dass das Netz nichts vergisst.

Und höchst erfreulich ausserdem: Ich habe am 240908 erwähnt, dass die Nutzung der Homepage in den Tagen davor "explodiert" ist. Es ist dabei nicht geblieben, es ging so stark ansteigend weiter. Jeden Tag staune ich derzeit beim Anblick der Statistik über immer neue Höchststände.

Danke.

Auch, weil ich so zum Thema passend (einstweilen) schliessen kann: Es ist die mit grossem Abstand positivste Empfindung seit langem. Dafür nochmals Danke.

Ansonsten gehen die Emotionen dahin. Wie das bisher sonst noch aussah und was in Zukunft weiter geschieht, was das mit deren zunehmendem Verlust für ein "Leben" bedeutet, das wird in dieser Rubrik immer wieder ein Thema sein.


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